Tammo Ganders - meine ernte

Wie wir aus Zufall einen meine ernte Acker fanden.

Tammo Ganders – meine ernte
Beitragsbild: Tammo Ganders – meine ernte

Bevor wir unsere aktuelle Kochbox bezogen bestand unser Samstag vorallem aus einem — Einkaufen.

Um Saisonalität, Regionalität und noch weitere Kriterien zu erfüllen, fuhren der Freund und ich durch die halbe Stadt. Am Ende hatten wir dann Eier von zufriedenen Hühnern, Obst aus der Region und Gemüse vom Hof Blomenkamp .

Immer wieder fiel uns dabei auf dem Rückweg ,vom Hof Blomenkamp dieses eine Stück Feld auf, auf dem super schöne Blumen wuchsen, bis wir eines Tages tatsächlich mal angehalten haben.

Direkt nach dem Aussteigen fiel uns auf, dass hier nicht nur sehr hübsche Blumen wachsen sondern auch Gemüse. Zudem bemerkten wir die Aufteilung des Feldes in viele kleine Minifelder. Erst nachdem ich mich umgeschaut hatte entdecke ich einen Hinweis darauf, dass es sich um einen „meine ernte Acker“ handelt.
Smartphone sei Dank wusste ich Minuten später worum es bei diesem Konzept geht.

Meine ernte – was ist das überhaupt?

Meine ernte ist das kleine Stück Gartenglück für alle Großstadtkinder und Gemüseliebhaber.

Man kann ein Minifeld von ca. 45 oder 90 qm² für eine Saison (Mai-Oktober) in der Nähe seines Wohnortes mieten. Damit man vor dem Ernteglück nicht noch einiges an Literatur vernichten muss, ist der Acker bereits mit rund zwanzig verschiedenen Gemüsesorten bepflanzt, wenn man das Minifeld übernimmt. Selbstverständlich hat man aber auch einen Platz um eigenes Gemüse zu pflanzen, sodass man sich ordentlich austoben kann. Blumenkohl, Mais oder doch lieber Rotkohl? Mhmmm…

Chemische Schädlingsbekämpfung und Dünger sind im übrigen nicht gestattet, es soll möglichst bio- und ökologisch gegärtnert werden. Diesen Punkt bewerten wir als extrem positiv. Man stelle sich bitte vor 20 Gärtner rücken den Blattläusen und Schnecken mit unzähligen verschiedenen Chemiekeulen zu Leibe, auf dem Feld würde nie wieder etwas wachsen.

Ja — Nein — Vielleicht?

Oder die Frage — Wie oft muss man gießen?

Tammo Ganders - meine ernte

Tammo Ganders – meine ernte

Wir hatten dann bereits im letzten Sommer eigentlich entschieden, dass wir in der Saison 2018 auch ein Stück Acker haben möchten. Durch Jobwechsel und ein Privatleben wurde die Idee, als es dann die Möglichkeit gab, die ersten Acker zu erwerben jedoch wieder verdrängt. Wir haben einfach nicht mehr dran gedacht. Der Balkon wurde enger und enger, voller und voller. Gemüse würde vor lauter Beerenobst dieses Jahr, mit Ausnahme von ein paar Tomaten, wohl nicht mehr auf den Balkon passen.

Wie es der Zufall so wollte kam die Sprache zurück auf „meine ernte“ vor einigen Tagen bei mir im Büro. Und plötzlich machte es auch in meinem Kopf — klick. Ich erinnerte mich an meine ernte und schaute sofort, ob bei uns noch Gärtchen frei sind. Es waren noch Gärten frei. Die Stimme der Vernunft, auch „der Freund“ genannt, merkte jedoch an, dass es durchaus möglich wäre, dass wir dem Arbeitsaufwand eines solchen Gemüsegartens nicht nachkommen könnten. Also recherchierte ich etwas im Netz, las Erfahrungsberichte von anderen Bloggern und viel auf meine-ernte.de , 2-3 Stunden die Woche und gießen ist in normalen deutschen Sommern wohl gar nicht soooo oft nötig.

Ja… Ja? —  JA!

Und so kam, was kommen musste. Unser erster Gemüseacker ist bestellt.

Jetzt freuen wir uns wahnsinnig auf die Eröffnung Anfang Mai  — wie praktisch, dass die ganzen Feiertage ins Haus stehen, den ein oder anderen werden wir bestimmt auf dem Feld verbringen. Außerdem müssen wir uns noch die Gärtner-Grundausstattung besorgen. Also Gummistiefel und Sonnenhut. Außerdem möchte ich noch etwas über die bereits gesetzten Pflänzchen erfahren, wie man sie pflegt und was man aus ihnen alles leckeres zubereiten kann. Außerdem müssen dringend Samen bestellt werden, nicht, dass es am Ende keine Kornblumen gibt! Und überhaupt wie wäre es mit Wassermelonen vom Feld?  Ich werde berichten, vom ersten Höhenflug, zu wenig Platz, den Schnecken und dem Fall, wenn das gewünschte Gemüse vielleicht doch nicht so freilandtauglich ist.

 

Hattet ihr schon mal einen Gemüseacker von meine ernte oder ähnlichen Anbietern? 

Wie viel Zeit musstet ihr am Ende tatsächlich wöchentlich investieren um leckeres Gemüse zu ernten? 

Erzählt mir davon doch in den Kommentaren!