Blattkaus_Marienkäfer_Balkon_Pixabay

Habt ihr euch das auch schon mal gefragt?

Blattläuse oder in Fachsprache auch Aphidoidea genannt bevölkern gerne ab Frühsommer  den schön bepflanzten Balkon. Aber wie kommen die da eigentlich hoch, ist es doch recht unwahrscheinlich, dass sie massenweise 10m oder mehr an der Fassade hoch krabbeln.

Blattläuse_HolunderVon der Jungfernzeugung der Blattläuse.

Um die Frage zu beantworten muss man etwas ausholen und vor allem einen Blick auf die Art und Weise werfen, wie sich die unbeliebten Mitbewohner fortpflanzen. Blattläuse sind da nämlich sehr praktisch veranlagt. Ganz einfach ausgedrückt klonen sie sich die meiste Zeit. Klonen? Die meiste Zeit? Ja genau. Die meisten Blattläuse nutzen zur Fortpflanzung die sogenannte Parthenogenese, dass bedeutet übersetzt Jungfernzeugung. Die weiblichen Blattläuse können ihrem Körper vorspielen, dass ihre Eizellen befruchtet worden sind, die ganz normale Zellteilung setzt sich in Gang. Die so erzeugten, neuen immer weiblichen Blattläuse werden zudem lebend geboren, also nichts mit Eiern auf den Blättern. Und so leben sie glücklich und zufrieden auf unseren Pflanzen. Aber wie sind sie denn jetzt dahin gekommen?

Sie fliegen.

Sofern Blattläuse Gefahr wittern, etwa durch Fressfeinde oder einfach an einer Überbevölkerung leiden werden Nachkommen mit Flügeln erzeugt und zwar durch einen Generationswechsel. Plötzlich erinnern sie sich, wie das mit der Paarung funktioniert. Männlein und Weiblein tun sich zusammen und plötzlich legt das Weibchen sogar Eier! Die dann schlüpfenden Nachkommen bekommen im Laufe ihrer Entwicklung dann Flügel. So können sie weite Strecken zurück legen und einfach den nächsten tollen Balkon besiedeln.

Am Ende ist es also wirklich ganz einfach. Blattläuse passen sich geschickt an ihre Umwelt an. Und fliegen.